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Abrechnung der Corona-Hilfen

Im Rahmen der voranschreitenden Pandemie wurden und werden weiterhin durch Bundesregierung und Länder diverse Hilfsprogramme aufgelegt. Viele Auszahlungen basierten auf Schätzungen und Prognosen der Unternehmer über ihre Unternehmensentwicklung. Nach Ablauf der Förderzeiträume wird deswegen in einigen Fällen eine Endabrechnung durch die Unternehmer ggf. in Kooperation mit ihren Steuerberatern / Wirtschaftsprüfern (s. g. prüfende Dritte) fällig.

Im Folgenden soll Ihnen ein kurzer Überblick über aktuell[1] bekannte Termine und Fristen gegeben werden.

Hilfsprogramm(maximaler) FörderzeitraumAbrechnungszeitpunkt
Soforthilfe des Landes NRW3 Monate ab Antragsdatum im 1. Halbjahr 2020Abrechnung bis 31.10.2021; eventuelle Rückzahlungen können bis zum  31.10.2022 vorgenommen werden
   
NovemberhilfeNovember 2020Bei Antrag durch prüfenden Dritten: Abrechnung bis 31.12.2021; bei Direktanträgen durch den Antragsteller: keine Schlussabrechnung (& weder Rückzahlungsverpflichtung noch Nachzahlungsmöglichkeit)
DezemberhilfeDezember 2020
   
Überbrückungshilfe IJuni 2020 bis August 2020Für alle Überbrückungshilfen gilt aktuell: Abrechnungen sind voraussichtlich ab Ende des Jahres 2021 möglich und müssen bis spätestens 30.06.2022 durch den prüfenden Dritten erfolgen.
Überbrückungshilfe IISeptember 2020 bis Dezember 2020
Überbrückungshilfe IIINovember 2020 bis Juni 2021
Überbrückungshilfe III PlusNovember 2020 bis Juni 2021
   
NeustarthilfeJanuar 2021 bis Juni 2021Die Abrechnung muss bis spätestens 31.12.2021 erfolgen durch den Empfänger der Hilfe ggf. mit Unterstützung des prüfenden Dritten.
Neustarthilfe PlusJuli 2021 bis September 2021Die Abrechnung muss bis spätestens 31.03.2022 erfolgen durch den Empfänger der Hilfe ggf. mit Unterstützung des prüfenden Dritten.

Wird in der Abrechnung festgestellt, dass zu hohe Hilfen an den Antragsteller ausgezahlt wurden, muss eine Rückzahlung der zu viel erhaltenen Beträge erfolgen. Je nach Hilfsprogramm ist im Rahmen der Abrechnung ein Antrag auf Nachzahlung möglich, sofern die tatsächliche schlechter als die prognostizierte Geschäftsentwicklung verlief.

Grundsätzlich gilt: Erfolgt keine Schlussabrechnung ohne Angabe von triftigen Gründen, sind die Hilfen in voller Höhe zurückzuzahlen. Das gilt natürlich nur, sofern eine Schlussabrechnung gefordert ist.

Die Informationen zu den einzelnen Hilfsangeboten unterliegen stetigen Veränderungen. Bitte beachten Sie die Aktualität der oben gemachten Angaben auf Basis des Datums in der Fußnote und Folgen Sie für die aktuellsten Informationen den Vorgaben der FAQ auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.


[1] Stand der FAQ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie am 19.08.2021